Gian-Marchet®-Geschosse. Die neue Definition weidgerechten Jagens!


Stellungnahme zum Bericht in der Bündner Jägerzeitung Nr. 4/2007
An einem Vortrag im Hotel Chur wurde unsere Bündner Patrone vorgestellt und beurteilt. Darin wurden auch verschiedene Geschoss-Konstruktionen vorgestellt und gegenüber gestellt. Bei den von Peter Grieder vorgetragenen Fakten bezüglich Geschosse sind einige Fakten falsch! Diese Fakten stimmen mit der Realität nicht überein. Die Richtigstellung der von Peter Grieder falsch geschriebenen Fakten habe ich markiert und mit Fettschrift korrigiert!

Nachfolgend den zitierten Ausschnitt in kursiver Schrift aus der Bündner Jägerzeitung Nr. 4/2007 (Copyright Bündner Jägerzeitung 2007)



Ballistik, Wein, Weib und Gesang
Peter Grieder referiert am JägerInnenstamm in Chur

Der bekannte und kompetente Ballistikexperte Peter Grieder, alias Peter Pulver aus Rapperswil hielt im Hotel Chur vor vollem Haus ein hervorragendes Referat über unsere Bündner Patrone. Dabei hat er mit manchen Jägerlatein und Halbwissen ziemlich gründlich aufgeräumt.
(Von
Peter Vonow )

Härte des Ziels steigt mit der Geschwindigkeit des Projektils
Durch diese physikalische Tatsache würden die Geschosse umso mehr deformiert, je schneller sie im Ziel eintreffen, also je näher das Ziel stehe und/oder je höher die Anfangsgeschwindigkeit des gleichen Projektils sei. Also z.B. bei einem Schuss auf geringe Distanz und/oder beim Schuss mit einem rasanten Kaliber. Die Verformungskraft steige in Abhängigkeit der Geschwindigkeit umso mehr, je grösser das Kaliber sei. Dadurch geben die Geschosse mit grosser Deformation resp. Zerlegung mehr Leistung ab, was vor allem beim Deformationsgeschoss die Eindringtiefe massgebend verringere und die abgegebene Energie erhöhe. In der Praxis bedeitet das bei einem Schuss auf kurze Distanz grosse Energieabgebe und Zerstörung von Wildbret, geringere Eindringtiefe (vielfach ohne Ausschuss) und grosse Deformation resp. Zerlegung des Geschosses. Ein für alle Distanzen und Wildarten ideales Geschoss gebe es nicht, höchstens annähernd optimale Geschosse.


Unsere Fabrik-Geschosse RWS TM und KS seien Deformationsgeschosse mit ausgeprägtem Deformationsverhalten. Splitterungs-Verhalten ist wohl eher der korrekte Ausdruck, insbesondere beim RWS-KS-Geschoss! Das ist der Grund, das auf stärkeres Wild wie Hirsch und Steinbock oft gar kein Ausschuss zu finden ist. Peter Grieder sieht keinen Nachteil in Bezug auf die Wirkung im Tierkörper durch dieses Verhalten. Bei einer Nachsuche braucht der Schweisshund im Prinzip keinen Schweiss, um die Spur vorwärts zu bringen. (Anmerkung von Peter Vonow: Dass Schweiss und Pirschzeichen am Anschuss von Vorteil sind. Einerseits erleichtert es die Arbeit des Schweisshundes mit seinem Führer, andererseits gibt es dem Jäger die Gewissheit, dass er getroffen hat. Dies ist eine nicht ganz unbedeutende Nebensache, die eine erfolgreiche Nachsuche begünstigt.). Hier gebe ich Herrn Peter Vonow Recht. Es ist unabdingbar wichtig, dass einerseits der Jäger und andererseits der Schweisshunde-Führer die dringend notwendigen Pirschzeichen vorfindet, damit überhaupt eine möglichst erfolgreiche Nachsuche an- und umgesetzt werden kann!

Durch den Beschuss auf sogenannte Beschuss-Simulantien wie Gelatine oder Seife (nasses Zeitungspapier) könne das Deformations- resp. Zerlegungsverhalten, der Wundkanal und die Eindringtiefe etwa praxisnah ermittelt werden.


Warum Bleifrei?
Noch bestehe kein zwingender Grund zur Verwendung von bleifreien Geschossen. Zur Zeit seien bereits mehr als zehn Fabrikate bleifreier Geschosse auf dem Markt.
Für die Bündner Patrone 10,3x60R gibt es momentan 3 Geschoss-Hersteller. Fabrik-Munition bietet nur Gian-Marchet® an!

Im Moment bleiben diese bei unserem Kaliber noch weitgehend den Wiederladern vorbehalten, mit Ausnahme der Fabriks-Munition Gian-Marchet® ! Sogenannte Solidgeschosse können einfach in Kleinseriene auf jedem Drehautomat hergestellt werden. Die bleifreien Geschosse seien bei gleichbleibendem Gewicht länger und in aller Regel auch ungiftigen Materialien gefertigt. Sie seien auch bei hohen Auftreffgeschwindigkeiten unzerstörbar und würden damit grundsätzlich eine wesentlich höhere Hintergrundsgefährdung verursachen, da fast immer Ausschuss vorhanden sei. Sie seien eine echte Innovation auf dem Geschossmarkt und besässen noch ein grosses Entwicklungspotential.

Peter Grieder stellte einige gängige Geschosse im Kaliber 10,3x60R (Kal. .413) vor. Die Gian-Marchet®-Geschosse sei sauber gefertigt, weise jedoch noch Verbesserungspotential auf, da sich das Geschoss in der Simulanz überschlage, zu wenig deformiere resp. zerlege. (Diese Aussage wurde von Gian-Marchet®-Geschossen dementiert).
Folgende Tatsache ist korrekt: das Gian-Marchet®-Geschoss ist sehr präzise, deformiert mittels Deformations-Bohrung korrekt und zeigt eine hervorragende Wirkung im Ziel. Das Geschoss überschlägt sich in der Simulanz wie zum Beispiel Seifen-Block oder Gelatine nicht!
Hervorragende Deformations-Eigenschaften des Gian-Marchet®-Geschosses im Kaliber 10,3x60R...

Das Geschoss von Möller zeige eine einwandfreie Deformation, jedoch seien die Ladedaten von Möllers geradezu Anleitungen zum Bomben basteln. Die HDB-Geschosse von Reichenberg seien typische Teilzerlegungsgeschosse und zeigten eine gute Wirkung im Ziel. Auch die HDB-Geschosse mit Aluminiumspitze zeigten vergleichbare Wirkung.
Wichtig sei, dass die Ladedaten so gewählt würden, dass sie zur Geschoss-Charakteristik passen. Es sei also problemlos möglich, mit den angebotenen Geschossen eine gestreckte Flugbahn zu erreichen für einen präzisen Schuss bis 200 m. Natürlich liege der Preis für käufliche Wiederlader-Munition im oberen Preissegment. Für den versierten Wiederlader ist eine Verbesserung der Aussen- und Zielballistik kein Problem. Für den nichtwiederladenen Jäger stehen fabrikgeladene Gian-Marchet®-Munition jederzeit zur Verfügung! Bitte wenden Sie sich vertrauensvoll direkt an uns. Gian-Marchet! 



Fazit!
1. Ausschuss
Der Ausschuss ist für den Hund grundsätzlich nur zweitrangig. Für den Jäger ist der Ausschuss deshalb sehr wichtig, weil er damit die Gewissheit gewinnen kann, dass er das Stück getroffen hat. Der Schweisshunde-Führer muss seinerseits unbedingte Anhaltspunkte haben, damit er den Schweisshund korrekt am Anschuss ansetzen kann. Nur so kann der Schweisshunde-Führer seine Arbeit korrekt verrichten. Deshalb ist es notwendig, während des Jagdbetriebes beim Beschiessen des Stückes auch Ausschuss zu haben.

Es ist nicht die Energie selbst, welche das Wild tötet, sondern die Art und Weise der Arbeit, welche die Energie verrichtet...Quelle: Ulf P. Arborelius, Ballistik-Experte in Schweden

Zuerst müssen wir als Jäger folgende Überlegung anstellen: Wenn uns ein potentiell jagdbares Stück Wild vorsteht, müssen wir es sauber und korrekt ansprechen. Danach überlegen wir uns, ob das Tier tatsächlich jagdbar, die Schuss-Position und die Schuss-Distanz weidmännisch ist (zwischen 0-200 m). Wenn all diese Faktoren stimmen, kann der Jäger sich für einen sauberen und weidmännischen Schuss entscheiden. Und nun kommt die Aufgabe des Geschosses.

Das Geschoss muss die ersten 4 schlimmen Zentimeter durchschlagen, ohne allzu viel an Geschoss-Gewicht zu verlieren (zu fest zu zerlegen). Nur beim Idealfall, nämlich wenn das Tier wirklich breit steht, sind solche Bedingungen von ca. 4cm (vorzugsweise bei einem halben Reh, gemäss Angaben vom selbsternannten Ballistik-Experte Peter Grieder, genannt Peter Pulver) vorhanden. Sobald das Tier nur ein bisschen spitz oder schräg steht, so muss das Geschoss schon deutlich mehr als 5 cm durch Decke, Rippen und Muskulatur durchschlagen, um an die lebenswichtigen Organe zu gelangen! Während der Jagd herrschen nie Laborbedingungen oder Idealbedingungen! Das allerwichtigste ist zunächst die Durchschlagskraft des Geschosses, erst danach die Art und Weise der Aufpilzung des Geschosses!

Hier kommen die wesentlichen Vorteile des Gian-Marchet®-Geschosses 
zum Vorschein. Das Geschoss dringt in den ersten schlimmen 4cm ein, beginnt sich aufzupilzen, behält ein Geschoss-Restgewicht von bis zu 95% und sorgt bis am Ende des ganzen Durchschlagungs-Prozess (Thorax-Breite) für eine schnurrgerade Durchdringung und sicheren Ausschuss! Zwischen 4-30 cm beträgt die Wundhöhle bis zu 11cm Durchmesser. Zwischen 30-50 cm nimmt die Wundhöhle zwar ab, behält aber immer noch einen Durchmesser von mehr als 4 cm. Solche Leistungen kann kein Blei-Geschoss vollbringen!



2. Seifenblock- oder Gelatine-Beschuss
Peter Grieder hat keine Beschüsse auf Seife oder Gelatine von mehr als 50 cm Dicke durchgeführt . Er bleibt bei seinen Beschüssen von Gelatine von 4 cm Dicke. Somit kann er die Wundhöhle gar nicht beurteilen - geschweige behaupten, dass ein Geschoss sich überschlägt oder nicht! Dies zeugt von unvollständigen Tests!

Wir von Gian-Marchet®-Geschosse hingegen haben sämtliche Geschoss-Konstruktionen im Labor für Ballistik in Thun (RUAG Ammotec AG) getestet. Sämtliche Seifenblock-Beschüsse sind dokumentiert und teilweise auch im Internet publiziert! Die Ballistiker des Labors für Ballistik in Thun bescheinigen, dass das Gian-Marchet®-Geschoss korrekt deformiert und einwandfrei funktioniert! Es überschlägt sich nicht! Das Gian-Marchet®-Geschoss durchschlägt das Zielmedium schnurgerade und erreicht eine Ausschusswahrscheinlichkeit von fast 100% bei 50 cm Durchschlags-Leistung!
Schliesslich hat dieses Labor für Ballistik die Blaser-CDP-Geschosse entwickelt und getestet! Die bleihaltigen CDP-Geschosse haben einen grundsätzlich hervorragenden Ruf!

Was die anderen Geschoss-Hersteller (Reichenberg und Möller) für Tests unternommen haben, sind mir nicht bekannt. Grundsätzlich sollten Jagdgeschosse ausgetestet werden, bevor diese für die Jagd verwendet werden!

Insbesondere möchte ich nachfolgend auf einen grossen Patronen-Test im Kaliber 10,3x60R hinweisen:

Grosser Patronen-Test im Kaliber 10,3x60R



Die Zukunft wird es zeigen...

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Konzept: Gian-Marchet
Datum letzte Änderung: 19.05.2015 22:50:32