Gian-Marchet®-Geschosse. Die neue Definition weidgerechten Jagens!


Patronen-Effizienz-Faktor
In vielen Jagdzeitschriften und an vielen Jägerstammtischen werden Patronen, Kaliber und deren Effizienz heftigst diskutiert. Mit wieviel Treibladungs-Mittel kann ein Geschoss auf eine bestimmte Geschwindigkeit beschleunigt werden? Oder die nächste Frage wäre: wieviel Pulver kann ich laden, bis der maximal zulässige Gasdruck einer bestimmten Patrone erreicht wird und welche V° erreiche ich damit? Solche und ähnliche Fragen haben bewogen, einen

Effizienz-Faktor für Patronen


zu entwickeln. Dabei wurden die wesentlichsten Parameter der Innenballistik verwendet. Für die Berechnung sind nur Gian-Marchet®-Geschosse berücksichtigt worden. Um die Korrektheit des Effizienz-Faktors zu untermauern, wurden für viele Kaliber verschiedene andere Geschosse berücksichtigt. Diese Werte werden jedoch nicht veröffentlicht. Zudem sind für viele Patronen mehrere Laborierungen berücksichtigt. So können innerhalb der gleichen Patrone die Unterschiede der Ladungen bezüglich Effizienz verglichen werden. Generell jedoch werden die Belastungen des Systemes, Laufabnützungen, grösserer Knall sowie Rüchschlag nicht berücksichtigt. Die Hülsen-Dimension, Stossboden und Hülsenlänge wurde ebenfalls nicht berücksichtigt.

Des Weiteren sind die Patronen mit Rand ein bisschen benachteiligt, weil diese Patronen einen tieferen zulässigen maximalen Gasdruck nach CIP haben.

Folgende innenballistische Parameter haben einen Einfluss auf den Faktor:

Hülsenvolumen randvoll
Dieser Parameter gibt an, wieviel Volumen die Hülse der entsprechenden Patrone besitzt, Dies wird in Qubik-Zentimeter angegeben. Grossräumige Hülsen können Werte bis zu 9 Qubik-Zentimeter aufweisen.

Brennraum Effektiv
Dieser Parameter gibt an, wieviel der effektive Brennraum die geladene Patrone besitzt, nachdem das Geschoss die entsprechende Setztiefe eingenommen hat. Dieser Wert wird ebenfalls in Qubik-Zentimeter angegeben. Grossräumige Hülsen können Werte bis über 8 Qubik-Zentimeter aufweisen.

Brennraum-Faktor
Aus den Werten Hülsenvolumen randvoll und Brennraum Effektiv wird der Brennraum-Faktor errechnet. Dieser Faktor fliesst dann weiter in ein weiterer Faktor ein. Somit wird berücksichtigt, dass auch kleine Patronen mit kleinem Hülsenvolumen vergleichbar mit den grossen Hülsen werden.

Maximal zulässiger Gasdruck gemäss CIP
Dieser Wert entspricht dem Gasdruck in bar, welche von der CIP für die entsprechende Patrone festgelegt wurde. Die CIP legt die für die Mitgliedstaaten verbindlichen Mess-, Prüf- und Beschussverfahren von Handfeuerwaffen und deren Munition fest.

Effektiver Gasdruck
Der effektiv gemessene Gasdruck in bar wird von den Beschuss-Ämtern gegen geringen Gebühren gemessen. Somit kann der Wiederlader seine gefertigten Patronen gemäss CIP-Maximal-Gasdruck messen lassen.

Gasdruck-Faktor
Aus den Werten Maximal zulässiger Gasdruck und Effektiver Gasdruck wird der sogenannte Gasdruck-Faktor errechnet. Dieser Faktor fliesst dann weiter in einen weiteren Faktor ein. Somit wird berücksichtigt, dass auch kleine Patronen mit kleinem Hülsenvolumen vergleichbar mit den grossen Hülsen werden.

Ladungs-Masse
Dieser Wert in Grains wird ebenfalls berücksichtigt. Ziel ist es, mit möglichst wenig Ladungs-Masse (Treibladungs-Mittel) eine möglichst hohe Mündungs-Geschwindigkeit erzielt wird.

Geschoss-Masse
Die Geschoss-Masse in Gramm fliesst ebenfalls in den Effizienz-Faktor ein. Somit kann ein leichteres, sehr schnelles Geschoss ebenfalls mit den sehr schweren und langsam beschleunigten Geschosse verglichen werden.

Geschoss-Geschwindigkeit V°
Als eines der Resultate der Verbrennung des Treibladungs-Mittels ist die Geschoss-Geschwindigkeit anzusehen. Gewiss, ein Teil des Treibladungs-Mittels wird als Wärme umgesetzt. Nun ist es das Ziel, dem Geschoss-Gewicht möglichst hohe Mündungs-Geschwindigkeit zu erreichen. Dabei soll 100 % des Treibladungs-Mittels im Lauf verbrennt werden. Somit wird erreicht, dass die gesamte Menge an Ladungsmasse umgesetzt wird.


Resultate; effiziente Patronen!

Die Resultate haben sehr überrascht. Bei den einen Kaliber (z.B. 8x57IS ) wusste man schon, dass diese sehr effizient mit den Werten Gasdruck, Menge an TPL und Geschoss-Geschwindigkeit, bei Berücksichtigung des Geschoss-Gewichtes arbeiten, aber plötztlich tauchen Kaliber auf, welche man nie vermutet hätte. So zum Beispiel die alte Patrone .375 Holland & Holland Magnum und die Patrone .308 Winchester. Diese Patrone setzt die entsprechenden Parameter sehr effizient um.

Resultate; nicht effiziente Patronen!
Bei anderen Patronen, z.B. die 6,5x68 ahnte man schon, dass der Effizienz-Faktor eher schlecht sein wird. Jedoch ist dieser Wert miserabel! Einzig nur noch die grossvolumigen Patronen mit tiefem CIP-Gasdruck (.416 Rigby und .500/416 NE ) sind noch schlechter. Ebenso miserabel die europäische Gams-Patrone 6,5x68 und deren Randversion. Bitte klicken Sie auf unten stehende Graphik, dann erhalten Sie die detaillierten Werte!

Graphik der effizientesten Patronen! Diese Graphik zeigt die wichtigsten Patronen mit Gian-Marchet®-Geschossen. Für andere Geschoss-Konstruktionen sehen die Werte wesentlich schlechter aus. Um die Resultate zu sehen, bitte klicken Sie diese Graphik, dann erhalten Sie eine Excel-Tabelle.

Die hier gerechneten Werte sind nur mit Gian-Marchet®-Geschossen durchgeführt worden. Ebenso ist die Liste der Kaliber nicht vollständig. Einige Kaliber fehlen, werden aber zu gegebener Zeit noch nachgelistet.

Bei bleihaltigen Teilmantel-Geschossen sind die Werte wesentlich schlechter (jeweils um rund 10-20 Punkte). Da die Teilmantel-Geschosse schwerer sind, verursachen diese auch einen höheren Gasdruck, um auf die gleiche Geschoss-Geschwindigkeit zu kommen. Zudem kommt noch der Anfangsgasdruck, der auch wesentlich höher ist und deshalb auch einen wesentlichen Einfluss auf die Effizienz bewirkt.

Nun noch einige Randbemerkungen:
Wenn man nun versucht, eine Patrone bis auf das Maximum der CIP-Zulassung zu laden so ist es ineffizient, denn der Gasdruck steigt exponentiell gegenüber der gewünschten Geschoss-Geschwindigkeit. Und dies führt zu einer weniger effizienten Laborierung.
Wenn man nun weiter versucht, bei einer bestimmten Laborierung mit der Geschoss-Setztiefe zu variieren, so hat dies einen direkten Einfluss auf den Gasdruck. Dieser kann nämlich bis zu 400 bar steigen. Jedoch die Geschoss-Geschwindigkeit an der Laufmündung muss nicht unbedingt linear steigen. So wird die Patrone auch wiederum ineffizienter werden.
Generell kann gesagt werden, dass Laborierungen im mittleren Druckbereich bis hin zu 10% unterhalb des CIP-Maximal-Gasdrucks am effizientesten sind! Es ist deshalb auch nicht verwunderlich, dass solche Laborierungen meistens auch präzise sind.

Interpretation der Werte
Patronen mit dem Effizienz-Faktor von grösser als 60 Punkte können als gut angesehen werden und entsprechend grün markiert.

Patronen mit dem Effizienz-Faktor zwischen 40 und weniger als 60 Punkten können als durchschnittlich angesehen werden.

Patronen mit dem Effizienz-Faktor von weniger als 40 Punkten müssen als ineffizient angesehen werden.

Weil weder eine Garantie dafür besteht, mit welcher Sorgfalt und welchen Komponenten der Wiederlader arbeitet, noch dafür, in welchem Zustand sich die Büchse befindet, aus der er seine Munition verschiesst, erfolgt die Angabe dieser Ladedaten AUSDRÜCKLICH ohne Gewähr und auf eigene Verantwortung! Alle Daten wurdem mit QuickLoad® Version 3.9 kalkuliert


Verantwortungsvoll - wirkungsvoll - bleifrei jagen: Gian-Marchet®-Geschosse.

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Konzept: Gian-Marchet
Datum letzte Änderung: 18.11.2015 12:50:32